Inkasso

Der Begriff Inkasso ist als Überbegriff für das geschäftsmäßige Einziehen fremder Forderungen zu sehen und bezeichnet die gewerblich betriebene Eintreibung von Außenständen. Die geschäftsmäßige Dienstleistung ist nach §§ 2 Abs. 2, 10 Abs. 1 Nr. 1 Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) erlaubnispflichtig. Die Erlaubnis wird nur nach Genehmigung des Antrags auf Eintragung ins Rechtsdienstleistungsregister erteilt. Vom Begriff Inkasso wird auch der Kauf fremder Forderungen umfasst, der früher nach der 5. AVO zum Rechtsberatungsgesetz erlaubnispflichtig war.

Dazu zählen beispielsweise:

  • Scheckinkasso
  • Lastschrifteninkasso
  • Wechselinkasso
  • Zins – und Dividendenscheine
  • Schuldverschreibungen
  • Dokumenteninkasso

 

InsO = Insolvenzordnung

InsO – Insolvenzordnung

Die InsO (Insolvenzordnung) trat in Deutschland am 1. Januar 1999 in Kraft. Die InsO regelt die Beziehungen zwischen Gläubigern und einer überschuldeten Privatperson oder eines überschuldeten Unternehmens. Zum anderen soll das Insolvenzverfahren dem Schuldner die Möglichkeit geben, sich von seinen Verbindlichkeiten zu befreien und nach 6 Jahren (ab Eröffnung des Verfahrens) ein schulden befreites Leben führen.

Insolvenz

Eine Insolvenz  beschreibt die Zahlungsunfähigkeit eines Unternehmens oder einer privaten Person (selbstständige), die dann vorliegt, wenn sie, nicht nur vorübergehend, sondern nicht mehr in der Lage sind, ihre laufenden Kosten/Schulden zu begleichen.

Insolvenzantrag

Der Insolvenzantrag kann formlos vom Gläubiger, als auch vom Schuldner gestellt werden.

Insolvenzhilfe

Die Insolvenzhilfe ist eine Stelle, ähnlich den Schuldnerberatungsstellen, die Ihnen bei dem außergerichtlichen Schuldenbereinigungsverfahren Hilfe leisten, das Antragsvoraussetzung bei der Vorbereitung eines Verbraucherinsolvenzverfahrens ist und damit zwingend vor Antragstellung durchgeführt werden muss. Gegebenenfalls können Sie dafür vorab einen Beratungsschein beim Amtsgericht beantragen zur Kostendeckung. Sie bekommen dort Beratung und können sich auch im außergerichtlichen Verfahren bis zur Antragstellung vertreten lassen.
Insbesondere zählt dazu das Anschreiben an die Gläubiger mit der Bitte um Übersendung einer aktuellen Forderungsaufstellung, Erstellung eines Schuldenbereinigungsplans und Hilfe beim Ausfüllen des Antrags auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.

Insolvenzverfahren

Das Insolvenzverfahren dient der gemeinschaftlichen Befriedigung der Gläubiger (1) durch Verwertung des Vermögens und Erlösverteilung oder (2) Sanierung des Unternehmens durch einen Insolvenzplan. Ziel des Insolvenzverfahrens ist die bestmögliche Verwertung des Vermögens einer privaten oder juristischen Person (z. B. Verein, Genossenschaft, Gesellschaft) sowie gleichmäßige Verteilung der Insolvenzmasse (nach Abzug der Verfahrenskosten sowie der Aus- und Absonderungsmasse) an die Gläubiger. Privatpersonen soll durch das Insolvenzverfahren ermöglicht werden, sich dauerhaft von ihren Schulden zu befreien.