p-Konto

Das p-Konto

– ist

 

Peer-to-Peer

Das Bitcoin-Netzwerk ist ein Peer-to-Peer-Netzwerk. Das bedeutet, dass es einerseits keine zentrale Autorität gibt und andererseits, dass jeder Nutzer direkt mit einem andern verbunden ist. Zudem sind in einem Peer-to-Peer-Netzwerk alle Nutzer gleichberechtigt. Jeder Nutzer übermittelt Transaktionen anderer Nutzer. Alle Bitcoin-Nutzer sind demnach untereinander zu einem organisierten Kollektiv zusammengeschlossen, das nicht abschaltbar ist. Jeder Peer baut mehrere Verbindungen zu anderen Peers auf, deshalb P2P. Das dezentrale Netzwerk entsteht in einem Peer-to-Peer-Netzwerk dadurch, dass Informationen an alle „Peer-Nachbarn“ weitergeleitet werden.

Pfändung

Von einer „Pfändung“ wird gesprochen, wenn Gegenstände beschlagnahmt werden, um Gläubigerforderungen zu befriedigen. Dies ist in jenen Fällen angebracht, in denen ein Schuldner offene Forderungen nicht begleichen kann. Eine Pfändung unterliegt den Regelungen der Zivilprozessordnung. Im Zivilrecht bedarf es eines Vollstreckungstitels, welcher dem Schuldner zugestellt werden muss. Ein Vollstreckungstitel ist als eine rechtliche Anordnung anzusehen, gemäß derer eine Zahlung erfolgen muss. Auch kann sich diese Anordnung auf eine Handlung, Duldung oder Unterlassung beziehen. Ein Vollstreckungstitel ist ein notwendiges Instrument zur Zwangsvollstreckung; liegt ein solcher nicht vor, kann keine Zwangsvollstreckung durchgeführt werden. Im öffentlichen Recht hingegen ist ein Vollstreckungstitel für eine Pfändung nicht erforderlich; dort wird er durch die sogenannte Vollstreckungsanordnung ersetzt. Diese ist § 3 Abs. 1 VwVG unabdingbar zur Durchsetzung von Forderungen seitens der Behörden.

Bei der Lohnpfändung handelt es sich um eine sogenannte Zwangsvollstreckung des Arbeitsentgelts eines Schuldners, welche die Forderungen der Gläubiger bedienen soll. Sollte ein Schuldner im Falle einer entsprechenden Verurteilung die geforderte Schuldsumme nicht fristgerecht zahlen können, so kann der Gläubiger durch das Gericht einen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss erwirken.

Pfändungsfreies Konto

Jeder Kontoinhaber hat gegenüber seiner Bank den Anspruch, dass sein Girokonto als Pfändungsschutzkonto, sogenanntes P-Konto, geführt wird. Ein P-Konto ist auch weiterhin ein Girokonto, das dem normalen Zahlungsverkehr dient, bei Kontopfändung jedoch einen unbürokratischen Schutz bietet: Guthaben sind seit 1. Juli 2017 bis zu einem Betrag von 1.133,80 Euro je Kalendermonat geschützt, weitere Beträge (Kindergeld usw.) können auf Nachweis freigegeben werden.

Im Falle einer Pfändung wird ein Kontoguthaben nur auf einem P-Konto geschützt. Auf „normalen“ Girokonten gibt es keinen Schutz. Auch Empfänger von Sozialleistungen sind vor der Verrechnung mit einer Kontoüberziehung nur mit einem P-Konto geschützt. Sie können dann innerhalb von 14 Tagen über ihr Geld verfügen. Der P-Kontoinhaber muss nichts mehr unternehmen, bei einer Pfändung hat er weiterhin vollen Zugang zum Konto und kann zum Beispiel Überweisungen bis zum Grundfreibetrag vornehmen.

Pleite

Pleite bezeichnet umgangssprachlich die Zahlungsunfähigkeit (Insolvenz) einer Person oder eines Unternehmens.

Prepaid Handy

Bei einem Prepaidtarif kauft der Nutzer beim Mobilfunkanbieter ein bestimmtes Leistungspaket zu einem fest gesetzten Preis, welches er dann verbrauchen kann. Ist das Guthaben aufgebraucht, sind keine abgehenden Gespräche mehr möglich, das Mobiltelefon ist jedoch noch erreichbar. Prepaidtarife zeichnen sich in der Regel durch eine einfache Preisgestaltung in Form eines konstanten Preises für Minuten, Daten und SMS aus. Die Abrechnung erfolgt rein nutzungsbezogen, im Allgemeinen fallen keine Grundgebühren an. Für den Kauf einer Prepaidkarte ist keine Bonitätsprüfung erforderlich.

Prepaid Kreditkarte

Eine Prepaid Kreditkarte funktioniert im Gegenteil zu einer echten Kreditkarte (Charge Card, Credit Card) definitiv nur auf reiner Guthabenbasis. Genau wie bei einem Prepaid Handy muss zunächst das Konto bei der Kreditkartengesellschaft aufgeladen werden. Darunter sind Visa- und Mastercard-Karten von verschiedenen Anbietern zu finden, die alle nach der Prepaid-Methode funktionieren. Erst dann kann die Prepaid-Kreditkarte benutzt werden. Ein Kreditrahmen wird generell nicht zur Verfügung gestellt. Da sowieso das Konto unmittelbar mit dem Einkauf oder der Bargeldabhebung belastet wird, sind die Prepaidkarten in gewisser Weise auch Debitkarten, bei denen das Girokonto immer eine ausreichende Deckung haben muss. Die Prepaid Kreditkarte als solche unterscheidet sich nicht wesentlich von herkömmlichen Kreditkarten. Sie kann weltweit an Geldautomaten, in Geschäften oder im Internet eingesetzt werden.

PRIVATE KEY

PRIVATE KEY

Der Private Key wird bei der ersten Installation einer jeden Wallet generiert und ist so etwas wie der Generalschlüsse l. Er gewährt Zugriff auf die in der Wallet hinterlegten Kryptowährungen und sollte stets sicher (beispielsweise auf Papier oder einem USB-Stick) aufbewahrt werden. Denn wer den Private Key zur Wallet verliert, sieht auch seine Kryptowährungen nicht wieder.

Privatinsolvenz

Irrtum:

Nur Unternehmen können in die Insolvenz gehen.

Richtig ist:

Auch Privatpersonen können Insolvenz anmelden und sich so von ihren Schulden befreien.

50 Allgemeines Privatrecht

Wie wohl jeder weiß, melden Unternehmen, die Pleite sind, Insolvenz an. Dass jedoch auch Privatpersonen die Möglichkeit haben , in die Insolvenz zu gehen, ist immer noch weitgehend unbekannt. Wer überschuldet ist und sich mit seinen Gläubigern nicht auf einen Schuldenbereinigungsplan einigen konnte, hat – in der Regel nur einmal  im Leben – die Chance, sich über eine Verbraucherinsolvenz mit anschließender Restschuldbefreiung von all seinen Schulden zu befreien und noch einmal ganz von vorne anzufangen. Wer bei dieser Nachricht jetzt allerdings leuchtende Augen bekommt und in Gedanken schon Weltreisen bucht und Ferraris bestellt, der sollte sich darüber im Klaren sein, dass eine Verbraucherinsolvenz mit Restschuldbefreiung nicht jedem gewährt wird und eine sehr lange, harte Prüfung darstellt. Wer sie erfolgreich durchsteht, erlangt jedoch am Ende die ersehnte Schuldenfreiheit. Wem das Wasser derart bis zum Hals steht, dass er an eine Verbraucherinsolvenz denkt, der sollte sich zunächst an eine Schuldnerberatungsstelle oder an einen spezialisierten Rechtsanwalt wenden. Dort erfährt man, ob ein Insolvenzverfahren und eine Restschuldbefreiung überhaupt in Betracht kommen. Stark vereinfacht kann man sagen, dass in der Praxis nur ehrliche, seriöse Schuldner die Chance erhalten, sich von ihren Restschulden zu befreien. Verschwenderisches Verhalten in der Vergangenheit, falsche Angaben bei Kreditanträgen oder gar Insolvenzstraftaten können das Aus bedeuten. Solche Schuldner bleiben auf ihren Schulden sitzen. Selbst wenn es sich jedoch um einen seriösen Schuldner handelt, muss er eine so genannte Wohlverhaltensperiode überstehen, um von seinen Restschulden befreit zu werden. Er muss sechs Jahre lang jede zumutbare Vollzeitstelle annehmen. Sein Einkommen muss er bis auf ein Minimum an einen Treuhänder abtreten. Etwaige Erbschaften muss er zur Hälfte abgeben. Der Treuhänder verteilt das abgeführte Geld anschließend an die Gläubiger. Sechs Jahre lang darf sich der Schuldner keine Verfehlungen leisten. Die kleinste Pflichtverletzung kann dazu führen, dass il1m am Ende die Restschuldbefreiung nicht gewährt wird. Der Schuldner muss zum Beispiel dem Insolvenzgericht jeden Wohnsitz- oder Arbeitsplatzwechsel unverzüglich mitteilen. Er darf kein Vermögen oder Einkommen verschweigen. Er darf keine Sonderzahlungen an einzelne Gläubiger leisten und muss dem Treuhänder jederzeit Auskunft über seine Arbeit, sein Vermögen oder Einkommen geben. Die Restschuldbefreiung wird auch versagt, wenn der Schuldner in einem Jahr so wenig Geld an den Treuhänder abführt, dass noch nicht einmal dessen Mindestvergütung gedeckt ist.

Kurz: Die Verbraucherinsolvenz mit Restschuldbefreiung ist ein sinnvoller letzter Rettungsanker nur für ehrliche Schuldner, die tatsächlich bereit sind, einige harte Jahre auf sich zu nehmen, um ihr Leben finanziell wieder in den Griff zu bekommen. Nur sie werden am Ende mit Schuldenfreiheit belohnt.

Bei Interesse siehe hierzu:

Privatinsolvenz

Eine Privatinsolvenz ist wenn eine Privatperson nicht mehr zahlungsfähig ist. Das heißt auch seine Verbindlichkeiten nicht mehr zahlen kann